Fèlsina

Wein von Fèlsina Fèlsina

Die Weine heißen Riserva Vigneto Rancia und Fontalloro. Sie sind so etwas wie die beiden Seiten einer Medaille der Toskana. Der erste ist ein erlesener Chianti Classico, der andere ein weltberühmter Supertuscan. Beide sind das Werk von Giuseppe Mazzocolin, einem der ganz großen Winzer Italiens.

Fèlsina – Kultweine der Toskana

Zum ersten Mal hörte man von der Fattoria di Fèlsina in den frühen 1970er-Jahren. Einige Jahre zuvor hatte der Reeder Domenico Poggiali das Anwesen in Castelnuovo Berardenga im Herzen des Chianti erworben und zusätzlich 400 Hektar Land. Er gründete ein modernes Weingut in einer Landschaft, in der Wein damals noch vornehmlich in Bastflaschen abgefüllt wurde, den fiaschi. Die Weine von Fèlsina waren gut, doch an die Spitze des Gebietes brachte sie erst Poggialis Schwiegersohn Giuseppe Mazzolin.


Mazzolin veränderte den Weinbau völlig. Er wählte die ältesten und stärksten Sangiovese-Reben aus und vervielfältigte sie. Er verringerte die Ernteerträge, erzog die Reben auf anderen Systemen, ließ die Trauben länger hängen und setzte auf nachhaltigen Weinbau mit einer hohen Biodiversität im Weinberg zum Schutz vor Schädlingen. Im Keller führte er die Spontangärung ein und setzte auf den gezielten Einsatz von Holz, den er wie kaum ein anderer beherrscht. Nacheinander wurden seine Weine berühmt. Schon der Chianti Classico Berardenga zeigt die typisch tiefen dunklen, würzigen und erdigen Aromen des Berardenga-Terroirs. Die Riserva Vigneto Rancia verstärkt dieses Terroir-Bewusstsein des Weines, während der Fontalloro aus der gleichnamigen Einzellage ein sehr kraftvoller, extrem dichter, fast teerartiger Wein ist, der immer im neuen Holz ausgebaut wird, der viel Zeit benötigt und über Jahrzehnte reifen kann. Mazzolins Weine sind sehr reintönig, absolut terroirbezogen und fern jeder Mode. Das hat sie einzigartig gemacht, und daher haben die Weine weltweit eine so große Fangemeinde.