Mastroberardino

Wein von Mastroberardino Mastroberardino

Wenn das 1878 gegründete Weingut Mastroberardino nicht gewesen wäre, gäbe es Sorten wie Fiano, Greco, Falanghina, Piedirosso oder Aglianico möglicherweise nicht mehr. Das kampanische Weingut hat sie aber wie Schätze bewahrt – und dafür gesorgt, dass die Sorten wieder modern wurden.

Mastroberardino – die Bewahrer der kampanischen Weinkultur

Man kann sich das heute kaum noch vorstellen, aber Sorten wie Fiano, Greco und Aglianico, die zum Besten zählen, was Süditalien zu bieten hat, wurden jahrzehntelang überhaupt nicht beachtet, ebenso wenig wie der gesamte kampanische Weinbau. Erst ab den späten 1980er-Jahren schafften es einige ganz wenige Weingüter, allen voran Mastroberardino, die Weine dieser uralten Weinbauregion wieder ins Licht zu rücken, und zwar so, dass Kritiker wie Robert Parker begannen, von diesen Weinen zu schwärmen. Das war die Wende, die Piero Mastroberardino sehnlichst erhofft hatte, weil er alles dafür getan hatte.


Heute findet man im modernen Weingut die ganze Bandbreite an Rebsorten und Weinen, die typisch sind für Kampanien. Dabei gibt es einen sehr eigenen, gehaltvollen und würzigen Stil der Weine, dessen beste Vertreter teils Jahrzehnte reifen können. Allen voran natürlich der Radici Taurasi DOCG, den man wohl ohne Probleme als den Grand Cru Süditaliens bezeichnen kann. Es ist ein Monument von einem Wein, den es nur deshalb gibt, weil man bei Mastroberardino unermüdlich nach den ältesten und besten Klonen der teils jahrtausendealten Rebsorten gesucht hat, um diese in den eigenen Weinbergen zu vervielfältigen. Mit den alten Sorten und dem nachhaltigem Weinbau, in dem vor allem Biodiversität eine große Rolle spielt, hat die Familie dem kampanischen Weinbau einen großen Dienst erwiesen.