Schiopetto

Wein von Schiopetto Schiopetto

Das Friaul hat eine lange Weinbaugeschichte. Aber derjenige, der das Gebiet neu erfunden hat, war Mario Schiopetto. Seitdem stehen die Weine des Friaul, und zwar ganz speziell die Weißweine des Collio, auf den Weinkarten der Welt. 

Schiopetto – il reinventore del Friuli

Mario Schiopetto war nicht einfach nur ein Winzer im Friaul. Er hat Ende der 1960er, als noch niemand von italienischen Weißweinen sprach, etwas völlig Neues begonnen. Er tat das in den Hügeln von Capriva del Friuli nahe Gorizia, das früher Görz hieß und lange zur österreichisch-ungarischen Monarchie gehört hatte. Schiopetto wehrte sich gegen die aufkommenden Düngemittel und Pflanzenschutzmittel im Weinbau. Er wollte so naturnah wie möglich arbeiten, weil er damals schon verstanden hatte, dass nur gute, nein hervorragende Weinbergsarbeit zu guten Weinen im Keller führt. Dort hat er als Erster die Kaltvergärung eingeführt, um die Weißweine modern ausbauen zu können. Er hat zudem die Weine spontanvergoren und ohne Schwefel. Allein das war nur mit sehr guter Weinbergsarbeit möglich. Im Laufe der 1970er- und vor allem in den frühen 1980er-Jahren, als die internationale Weinwelt langsam wieder Notiz von Italien nahm, überraschte er mit hervorragenden Weißweinen, die teils aus internationalen Sorten wie Sauvignon blanc und Pinot grigio vinifiziert waren, vor allem aber auch aus den heimischen Sorten Ribolla Gialla, Friulano und Malvasia. Heute, Mario Schiopetto ist mittlerweile verstorben und das Weingut wurde von Dottore Emilio Rotolo übernommen, stehen die Weine weiter an der Spitze des Gebietes, allen voran der Blanc de Rosis und der »M«. M steht für Mario Schiopetto, und der 2015er »M« hat von James Suckling wie auch von Doctor Wine 98 Punkte erhalten.