Teruzzi & Puthod

Wein von Teruzzi & Puthod Teruzzi & Puthod

Wer auf das toskanische Örtchen San Gimignano zufährt, erkennt es schon von weitem. Es ist weltberühmt für seine hohen Türme. Ein weiterer Turm, so etwas wie der Leuchtturm für die Weine des Ortes, ist das Haus Teruzzi & Puthod. Hier entstehen seit 40 Jahren Weltklasse-Vernaccia. 

Teruzzi & Puthod – die Meister des Vernaccia

Die Sorte Vernaccia wurde schon im 13. Jahrhundert erwähnt, ist also sehr alt. Doch im 20. Jahrhundert hat sich niemand so recht um sie gekümmert. Italien war vor allem Rotweinland, und in der Toskana ging es um Sangiovese und ab den 1970ern irgendwann auch um Merlot und Cabernet. Deshalb war es schon ungewöhnlich, dass der ehemalige Rennfahrer und Pferdejockey Enrico Teruzzi und seine Frau, die frühere Primaballerina der Mailänder Scala, Carmen Puthod, sich ausgerechnet um dies Sorte kümmerten. Sie gründeten 1974 ihr Weingut, und innerhalb kurzer Zeit wurden sie mit ihrem Vernaccia di San Gimignano international bekannt. Das Weingut wurde größer und wuchs auf 180 Hektar, von denen 94 mit Wein und davon wiederum 60 mit Vernaccia bestockt sind. Vernaccia ist auch im ersten weißen Supertuscan, dem berühmten Terre di Tufi, einer Cuvée aus Vernaccia, Chardonnay und Sauvignon, und der wurde – wie es sich für einen Supertuscan gehört – im Barrique ausgebaut.


Seit Teruzzi & Puthod von Campari übernommen wurde, gibt es auch eine Reihe von ausgezeichneten Rotweinen im Programm des Weinguts, das in dieser Zeit immer noch von den Gründern geleitet wurde. Mittlerweile hat Campari das Weingut an einen echten Kenner des italienischen Weins weiterveräußert, an den Gründer des Bellavista-Weinguts in Franciacorta, Vittorio Moretti. Mit ihm kann sehr gut die Zukunft dieses so besonderen toskanischen Weinguts geplant werden. Es dürfte bis heute das einzige bedeutende Weingut in der Toskana sein, dessen Fokus auf dem Weißwein liegt.