Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon aus Italien Cabernet Sauvignon

Es ist die meistangebaute Rebsorte der Welt. In Italien aber besetzt sie eine feine Nische. Die größte Population steht wohl im toskanischen Bolgheri, wo sie die Basis der dortigen Supertuscans bildet. Und dort entstehen aus dem Weltenbummler Cabernet wirklich große Weine.
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Cabernet Sauvignon – die Basis der Super-Tuscans

Cabernet Sauvignon, die Traube mit dem kräftigen Tannin und dem feinen Aroma, ist mittlerweile die beliebteste Sorte der Welt. Ihre Eltern sind der rote Cabernet Franc und der weiße Sauvignon blanc. Auch wenn sie aus Frankreich stammt, ist sie in Italien schon lange heimisch. Erst kam sie mit den Savoyern ins Piemont. Doch in Norditalien konnte sich die Sorte nicht durchsetzen.

Von der Nische zum Supertuscan
Dafür wurde sie in der Toskana umso erfolgreicher. Moment, Toskana? Ist das nicht die Region, wo Sangiovese für die größten Weine verantwortlich ist? Das stimmt, aber nur beinahe. Denn neben den Sangiovese-Klassikern ist irgendwann eine neue Sorte dazugekommen. Ihre Weine werden Supertuscans, die Supertoskaner genannt. Es ist zwar hier und da auch mal Sangiovese drin, aber vor allem entstehen sie aus französischen Sorten – allen voran aus Cabernet Sauvignon.

Der Höhenflug der Supertoskaner entstand fast nebenbei. Denn schon 1944 pflanzte ein toskanischer Marchese die ersten Cabernet-Stöcke in einem Ort namens Bolgheri, der damals noch gar nicht für Weinbau bekannt war. Sein Sohn und sein Neffe bestanden etwas später darauf, diesen Wein in den Verkauf zu bringen. Der Marchese hatte den Wein Sassicaia genannt und ihn eigentlich nur zu Hause seinen Gästen angeboten. Mit dem Sassicaia hat sich das Weinland Italien verändert. Und schon deshalb gehört der Cabernet Sauvignon heute zu den wichtigsten Rebsorten des Landes.