Piemont

Wein aus dem Piemont Piemont

Sollten Sie den weltlichen Genüssen zugeneigt sein, so kommen Sie um Piemont nicht herum. Denn die Landschaft rund um Turin ist dann für Sie ein Paradies. Allein die Pasta der Region ist einzigartig. Dazu die Trüffel und der Wein … Barolo, Barberesco oder Ruchè sind nur einige von vielen königlichen Spezialitäten.
Piemont: 67 Artikel
Filter

Piemont – König Nebbiolo und Kollegen

Sie möchten den italienischen König des Rotweins kennenlernen? Dann sind Sie hier richtig. Denn den finden Sie unbestritten im Piemont. Und wer reichlich schlemmen möchte, ist dort auch gut aufgehoben. Wie die Lombardei ist auch das Piemont lange von den Savoyern beherrscht worden, und die waren echte Feinschmecker. Da das Piemont immer arm war, findet man dort bis heute überwiegend einfache Speisen. Doch die sind immer von bester Produktqualität. Ähnlich wie in der Lombardei gibt es mit Torino, der Stadt von Fiat, ein großes Zentrum, um das sich wirtschaftlich alles dreht. Was den Wein angeht, so liegt das Zentrum weiter südöstlich. Dort finden Sie die drei Orte, bei deren Nennung das Herz jedes Rotweinliebhabers höher schlägt. In Alba, Barolo und Barbaresco steht die Rebsorte Nebbiolo und bringt dort ihre besten Qualitäten hervor. Der Nebbiolo ist für Italien das, was der rote Burgunder für Frankreich ist. Er ist eine kraftvolle, gerbstoffreiche und dabei helle Sorte, die erst mit dem Alter wirklich fein und groß wird. Dann aber gehören die Weine, die sich Barolo oder Barbaresco nennen, zum Besten, was man trinken kann. 

Die weißen Sorten des Piemont
Bevor der Nebbiolo die Trinkreife erlangt hat, kann man allerdings viele andere interessante Weine kennenlernen. Das beginnt schon bei den drei wichtigsten weißen Rebsorten. Arneis, Cortese und Moscato sind der weiße Dreiklang des Piemont, begleitet allerdings vom Chardonnay. Der stammt zwar aus Frankreich, ist aber hier schon lange heimisch. Dazu gibt es noch recht selten die Favorita. Die war fast ausgestorben, bis sich erst ein Winzer und dann langsam immer mehr Winzer um sie kümmerten. Das gilt auch für die Arneis, die man bis in die 1970er kaum mehr angebaut hat. Heute ist Roero Arneis wieder eine echte Spezialität. Für die Cortese-Traube, besser bekannt als Gavi, also benannt nach dem Ort, wo sie gepflanzt wird, begann der Siegeszug in den 1960ern, und er hält bis heute an. Der Moscato ist am bekanntesten als leicht moussierender und süßer Moscato d’Asti. Der passt natürlich besonders gut zu den Süßspeisen der Region. Und von denen gibt es eine ganze Menge. 

Nebbiolo, Barbera und die anderen Roten
Neben dem Nebbiolo sind es vor allem Barbera und Dolcetto, von denen es hervorragende Weine in dieser Region gibt. Alle drei roten Rebsorten wirken immer ein wenig rustico, und das ist nicht negativ gemeint. Sie sind so ländlich wie das Essen und die Landschaft samt den vielen Wäldern. Und dort findet man natürlich eine weitere Spezialität der Region: den tartufo, den Trüffel. Die besten Trüffel sind kaum mit Geld aufzuwiegen – höchstens mit bestem Barolo. Einige wenige Winzer wagen sich an weitere Spezialitäten, die langsam, aber sicher wieder populär werden: Freisa, Grignolino und vor allem Ruchè sind sehr markante Sorten. Und deren Geschmack kann man genauso gut verfallen wie dem gesamten Piemont.